4.03.
2012

Fisser Blochziehen ist UNESCO Kulturerbe

Geschrieben von Familie Pregenzer zum Thema 'Aus dem Haus'

Das alle vier Jahre stattfindende „Blochziehen“ im Tiroler Dorf Fiss ist in das Nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen worden. Damit wird eine Veranstaltung ausgezeichnet, die sich über Jahrhunderte hinweg in fast unveränderter Form erhalten hat.

Das Fisser Blochziehen zählt wohl zu den originellsten Fastnachtsbräuchen im Alpenraum. Es ist ein Rest der Frühjahrs- und Fruchtbarkeitsfeste unserer vorchristlichen Ahnen und bietet ein begeisterndes Schauspiel nach überlieferten Ritualen.

Im Mittelpunkt dieser Tradition steht der sogenannte Bloch – ein 25 Meter langer Zirbenbaum, welcher den Pflug darstellt, der die Felder für die Aussaat aufbricht. Dieser Frühlingbote wird auf einem geschmückten Holzschlitten durch das Dorf gezogen, begleitet von Bärentreibern (welche die Naturbändiger symbolisieren), den Mohrelen, Bauern und Handwerkern. Am Ende des Stammes versuchen der „Schwoaftuifl“ (Schweifteufel) und seine schaurigen Hexen den Zug mit wildem Geschrei und verrückten Einfällen zu stoppen. Diese repräsentieren den vergehenden bitteren Winter und sorgen für die Erheiterung der Zuschauer.

Wir sind stolz und froh, dass eine so lange gehegte Tradition seine verdiente Anerkennung erhalten hat. Somit wird gewährleistet, dass auch unsere Kindeskinder mit einem wertvollen Kulturgut beschenkt werden und diese nicht in Vergessenheit geraten.

Das nächste Blochziehen in Fiss findet am 26. Januar 2014 statt.

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